Der Bausektor ist der “Elefant im Raum”, wenn es darum geht, Fortschritte beim Klimawandel zu erzielen. Eine der größten Herausforderungen liegt dabei im Bestand. Bestehende Gebäude so zu nutzen, dass sie den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und Lebensstandard genügen, ist oft aus praktischen oder ökonomischen Gründen weder einfach noch praktikabel.

Der vorhandene Gebäudebestand enthält jedoch immer knapper werdenden materiellen Ressourcen, in denen eine große Menge CO2 eingespeichert ist. Wie wir mit diesem Erbe umgehen und diese Ressourcen verwalten, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die nächste Generation von Architekt*innen. 

Modul:
BA Sonderthemen des Entwerfens und Konstruierens

Termine:
Freitags (ab 29.10.21), 8.30 Uhr
online via zoom

Anmeldung:
erfolgt automatisch über die Anmeldung zum Modul ‘Entwerfen und Konstruieren IV’

Dieser Diskurs berührt viele verschiedene Bereiche unseres Fachs und während in einigen Kreisen des politischen Diskurses zunehmend radikale Maßnahmen wie ein Abrissverbot oder ein Neubaustopp gefordert werden, gibt es auch erhebliche technische und ethische Herausforderungen, die auf allen Ebenen zu bewältigen sind. Wie können wir den natürlichen Wunsch vieler Architekt*innen, sich auf den Neubau zu konzentrieren, umgehen? Welche technischen Herausforderungen müssen noch gelöst werden, um den Gebäudebestand zukunftsfähig zu machen? Wie können wir auch unscheinbare Bestandsgebäude für Nutzende genauso attraktiv machen wie einen Neubau? 

In der diesjährigen Ringvorlesung wollen wir aus den verschiedenen Fachgebieten am IfA Perspektiven zu diesen und vielen weiteren Fragen sammeln.