Bachelor Thesis
Erstprüfer*in
Prof. Eike Roswag Klinge
Zweitprüfer*in
Prof. Anupama Kundoo (FG Making Matters)
14 Teilnehmer*innen
Auftakt: 16.10.25, 14 – 16 Uhr
Ort: tba
Im Rahmen der Bachelor Thesis wird der Urban Mining Student Award unter dem Titel „Stoff.Wechsel: Hand.Werk.Stadt – Die neue Tuchfabrik“bearbeitet.

Ausschreibung: Im Rahmen des Urban Mining Student Award 2025/26 suchen wir kreative Visionen für eine nachhaltige und zukunftsweisende Umnutzung der Tuchfabrik Hardt & Pocorny in Radevormwald – einem historischen Fabrikareal mit großem städtebaulichem Potenzial. Die diesjährige Aufgabenstellung verbindet generationenübergreifendes Wohnen, gewerbliche Nutzungen und die Integration einer Ausbildungsstelle für Handwerksberufe. Damit soll ein Ort entstehen, an dem Wohnen und Arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft stattfinden und neue Impulse für eine Renaissance des Handwerks gesetzt werden. Ziel ist es, ein tragfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln, das ökologische, soziale und ökonomische Aspekte in einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept vereint. Gesucht werden innovative Ideen zur kreislaufgerechten Transformation und Vitalisierung des Bestands – mit Blick auf Ressourcenschonung, städtische Nachverdichtung und soziale Durchmischung.

Florian Laidler
Eine ehemalige Tuchfabrik entlang der Wupper soll transformiert werden. Das Raumprogramm sieht eine Ausbildungsstätte mit Azubiwohnheim, innovative Wohnformen sowie Quartiersangebote für das leerstehende Areal vor. Die Nutzungen werden auf das Quartier verteilt und einige davon ausgearbeitet. Die minimalinvasive Transformation soll den Bestand schützen, respektieren und weiterdenken. Die vorhandenen Räume passend zu ihrem Charakter und den analysierten Potenzialen bespielt und mit Umbaustrategien an die neuen Bedarfe angepasst. So werde die zahlreichen Umbauten der Fabrik mit einer neuen Zeitschicht sichtbar überlagert.















Die neue Tuchfabrik
Fragment and Flow
Manfred Enrique Blitz
Ngoc Huyen Ngo
Die alte Tuchfabrik bei Dahlhausen in Radevormwald ist ein ehemaliges Industriegelände, welches aus verschiedensten Baufragmenten besteht, die sich seit dem Jahre 1830 durch Ergänzungen von Anbauten, Aufstockungen und Umnutzungen zur Fortentwicklung der Textilindustrie bis hin zu ihrem Zerfall zu einem architektonischen Mosaik aus Bruchstein, Backstein, Beton und Stahl entwickelt haben.
Die einzelnen Fragmente variieren in der Qualität und dem Zustand ihrer Bausubstanz. Das in die Jahre gekommene zerfallene Industriegelände ist in seiner Zirkulation starr geworden. Ganze Gebäudeteile sind dem Zerfall ausgesetzt.
Fragment and Flow widmet sich der Analyse jener Fragmente, um räumliche Qualitäten und Potenziale festzustellen, die in einem Transformationsprozess zu einem Entwurf führen, der bessere Zirkulation für ein Wohn- und Freizeitquartier etabliert. Durch individuelle Transformationen des Bestands: der neuen Verhandlung der thermischen Hülle, einer Aufstockung einer verlassenen Ringspinnerei und einem Haus-in-Haus Konzept, spannt sich zwischen zwei Wohnformen (dem temporären Wohnen und dem Mehrgenerationswohnen), ein für Handwerk und Freizeit neu belebtes Gelände auf.
Bei dem Entwurf wurde insbesondere auf eine Low-Tech Lösung für Belichtung und Belüftung der neuen Wohnhallen geachtet sowie auf die effektiven Nutzung des Regenwassers über die diversen Dachstrukturen des Bestands.
Vom Fragment zu neuer Zirkulation. Strebt der Entwurf eine einheitliche architektonische Sprache an, trotz individueller Transformationsprozesse. Für ein Bestehen von altem Bestand und neuem Fluss.


